Reggae · 03. Oktober 2003
Drogen: Portugiesische Presse befragt Gilberto Gil zur Legalisierung von Marihuana!
Drogen: Portugiesische
Die Partnerschaft zwischen den beiden Stars aus Bahia ist stets synonym mit Erfolg. Nach dem Erfolg einer Tournee im Juli mit Stationen in London (England), Wien (Österreich), Paris (Frankreich), Rom (Italien) und dem renommierten Montreux-Festival in der Schweiz verbringen Gilberto Gil und Maria Bethânia die Woche in Portugal für eine neue Show-Saison. Heute treten sie im Coliseu de Recreios in Lissabon auf und setzen dann ihre Agenda fort, die die Städte Porto, Espinho und Coimbra umfasst. Die Shows bieten Einzelauftritte der Bahianer und ein unvergessliches Duett am Ende.
Insgesamt werden es sechs Auftritte im Land sein, und während einer gestern Nachmittag, Dienstag, abgehaltenen Pressekonferenz sprachen Gil und Bethânia über die Shows und zukünftige Projekte. Unser Kulturminister kam in Schwarz gekleidet und bildete einen Kontrast zu Bethânia, die ihr traditionell weißes Outfit beibehielt.
Die portugiesischen Journalisten verpassten nicht die Gelegenheit, mit dem Kulturminister, einem Bob-Marley-Fan, über die Kontroverse um die Legalisierung weicher Drogen in mehreren Ländern zu debattieren. Gil blieb bei seinen Worten standhaft, erklärte sich für die Legalisierung und stellte die Wirksamkeit polizeilicher Maßnahmen zur Bekämpfung und Kontrolle des Handels in Frage, während er vor den dramatischen Folgen mangelnder Kriterien warnte.
Zum Show definierten Gil und Bethânia das Projekt als ein Spektakel, das der brasilianischen Nordost-Kultur gewidmet ist. Das Repertoire umfasst Chico Buarque, Caetano Veloso, Dominguinhos, Luiz Gonzaga und Bob Marley.
AGENDA
Geteilt zwischen den Aufgaben als Minister und dem Beruf als Künstler nutzt Gil seinen Aufenthalt in Portugal, um bis nach Paris zu verlängern, wo er zu einer für den 9. angesetzten UNESCO-Sitzung erwartet wird. Anschließend geht es weiter nach Barcelona zu einer Sitzung des Fórum Amigos da Cultura do Brasil na Europa, wo er neben den ehemaligen Kulturministern Manuel Maria Carrilho, Jack Lang, Jorge Semprum und Valter Veltroni sein wird.Kategorie
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