Abgesehen vom Stereotyp des Musikpublikums der 2000er Jahre hat die Öffentlichkeit nicht viel von Andrew gesehen oder gehört, dem ältesten Sohn der Reggae-Legende Peter Tosh. Andrew Tosh, eine geschriebene Kopie von Peter (die körperliche Ähnlichkeit beider ist unglaublich), war bestimmt, die musikalische Tradition der Familie fortzusetzen, seit seiner kraftvollen Darbietung bei der Beerdigung seines Vaters 1987, wo er Anerkennung fand. Es ist eine Gabe, die er stolz trägt und weiterhin verdient ausübt.
Geboren im Juni 1967, wurde Andrew musikalisch stets von seinem berühmten Vater gefördert und nahm 1985 in Jamaika seine erste Single auf. Bei der Ermordung von Peter Tosh zwei Jahre später rührte Andrew alle an, indem er auf der Beerdigung mit großem Gefühl die Songs seines Vaters wie „Jah Guide“ und „Equal Rights“ sang. Später erhielt Andrew Tosh die Obhut von Peters Musikern und Bühnenkollegen, vor allem des Keyboarders Keith Sterling (Schöpfer der Band World Sound and Power), um die Arbeit des Vaters mit ihnen fortzusetzen.
Andrew nahm 1988 sein erstes Album „Original Man“ mit Peter-Tosh-Covern auf. Es wurde 1994 von Heartbeat Records neu veröffentlicht und remixt, mit mehreren zusätzlichen Versionen. Das Album „Make Place for the Youth“ von 1989, sein erstes mit eigenen Kompositionen, wurde mit einer Grammy-Nominierung gewürdigt. Andrew folgte auch den Schritten des Vaters und tourte mit World Sound and Power bis Anfang der 90er. Außerdem hatten seine Touren damals oft die Beteiligung seines Onkels Bunny Wailer (ehem. The Wailers).
Kürzlich trat Andrew beim Summerfest-Festival auf, organisiert vom Produzenten Zola Estouro, zusammen mit Maxi Priest, Kymani und Toots Hibbert in Fort Lauderdale FLA, Ocean's City MD und Philadelphia PA. Andrew ist jedoch stark beschäftigt, sich dem Komponieren und Schaffen neuer Songs zu widmen. Sein letztes Album mit dem Titel „Focus“ befindet sich in der Endphase.
Andrew arbeitet zwischen New York und Los Angeles und hat außerdem etwa vier Songs, die er gemeinsam mit Sly & Robbie in Jamaika komponieren wird. In den letzten zwei Jahren widmete sich Andrew einem besonderen Tribut zu Ehren seines Vaters und trat mit lokalen Bands auf — eine Art Show, bei der Andrew die alten Songs von Peter Tosh neben seinen eigenen verkörpert.
Andrew komponierte auch die Single für den Vater „Pay Day“, die auf der CD „Reggae Blitz – ein Special mit großen Namen des Welt-Reggae wie Wailing Souls und Bunny Rugs of Third World“ enthalten ist. Abseits der Shows widmet sich Andrew (33 Jahre), Vater von 5 Kindern, seinen Kindern. Zudem arbeitet Andrew, der Älteste einer Familie mit 10 Geschwistern (5 Jungen und 5 Mädchen), neben Shows an einem Peter-Tosh-Museum in Belmont, Westmoreland und an der Verwaltung von Peters Erbe und seinen Begünstigten. Mit seinem starken Ruf und seiner großen Bühnenpräsenz ist Andrew Tosh, wie Ziggy Marley, das strahlende Licht der neuen Generation des jamaikanischen Reggae.

