Es ist erstaunlich. Hier in Brasilien ist die jamaikanische Musik trotz aller Kraft und Popularität des Reggae noch nicht vollständig angekommen. Obwohl "Reggae"-Nächte in São Paulo — und in ganz Brasilien — herrschen, ist noch viel zu tun, bis die Klänge Jamaikas ihre Emanzipation finden. Auch wenn kein Konsens besteht, erkennen Spezialisten, Kritiker und Künstler, dass noch viel Wasser die Brücke hinunterfließen muss. Vor allem fehlen Alben von Künstlern, die sich anderen Klängen der Insel widmen, wie traditionellem Ska und Dub, um nur einige Beispiele zu nennen. Hier kommt eine Band ins Spiel, die aus erster Hand weiß, wovon sie spricht, und exzellenten Geschmack hat: Firebug.
Gegründet von einem amerikanischen Produzenten und einem brasilianischen Duo, basiert Firebug auf dem Bassisten und Multiinstrumentalisten Victor Rice, dem Schlagzeuger Rodrigo Cerqueira und dem Gitarristen/Sänger Felipe Machado. Die Gruppe durchwandert praktisch alle jamaikanischen Rhythmen [von Ska über Rocksteady, Reggae bis Dub] und zieht Einflüsse aus so fernen Stilrichtungen wie Surf und Country Music heran, verbindet klassische Klangfarben mit modernem Sound und starker Identität.
Das Debütalbum, im Studio El Rocha in São Paulo während mehrerer Sessions im Jahr 2003 aufgenommen, erreichte Mitte Dezember 2003 die Läden mit 20 Tracks, veröffentlicht von Radiola Records und distribuiert von Tratore.
Zudem kümmert sich das Schweizer Label Leech um die Veröffentlichung des Albums in Europa Anfang 2004.

