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Albert Griffiths und The Gladiators: Die zeitlose Botschaft von "Look Is Deceiving"

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Die dynamische Kombination aus Gründungsmitglied Albert Griffiths, Clinton Fearons verbindenden Gesängen und Harmonien sowie Sänger Dallimore Sutherland machte Gladiators zu einer der wichtigsten Bands der Reggae-Szene. In den vergangenen drei Jahrzehnten setzte die Gruppe die Roots-Reggae-Tradition fort. Seit Kindheitstagen war Albert Griffiths fasziniert von Kirchenmusik und lernte seine ersten Gitarrenakkorde von einem Onkel. Mehr Wissen über das Instrument gewann er, indem er sich mit lokalen Gitarristen umgab. Sie gaben dem jungen Albert kurze Unterrichtsstunden, und im Gegenzug trug er ihre Instrumente überall hin, wo sie auftraten.

Als er 1960 nach Kingston kam, um Arbeit zu finden, scheiterten alle Bemühungen. Das eigentliche Geschäft war die Musik, auch wenn ihn die Ablehnungen lokaler Plattenfirmen entmutigten. Der Wendepunkt kam, als er endlich eine Arbeit bekam — nicht wegen der Arbeit selbst, sondern weil er dort Leonard Dillon traf, der später die Ethiopians formte. Er überzeugte seinen Arbeitgeber, eine Aufnahmesession zu finanzieren, und Griffiths veröffentlichte die Single „You Are The Girl“. 1966 erschien sie unter dem Namen Al & The Ethiopians.

Mit markanten Beats und hoher Klangqualität breitete sich der Erfolg mit dem größten Hit der Ethiopians, „Train to Skaville“, weiter aus. 1967 rekrutierte Griffiths David Webber und Errol Grandison, aus denen später The Gladiators entstanden. Ihre erste Single als Gruppe, „The Train Is Coming Back“, war ein bescheidener Hit, obwohl die Gruppe für Duke Reid und Lloyd Dale aufnahm. 1968 überraschten sie wirklich mit Coxsone Dodd als Produzent von „Hello Carol“.

In den 70ern nahmen sie weiter für Dodd auf und zeichneten zudem verschiedene Singles für Lee Perry und Randy's Studio 17 auf. Zwischen 1974 und 1976 begann die Gruppe eine lange Zusammenarbeit mit Tony Robinson, der ihre Alben auf dem Label Groovemaster in Jamaika und auf Virgin im Vereinigten Königreich veröffentlichte. Anfang der 80er Jahre wechselten Gladiators zu Nighthawk und nahmen drei Alben auf: „Symbol Of Reality“, „Serious Thing“ und „Full Time“ sowie das Album „Dread Prophesy“ in Zusammenarbeit mit Leonard Dillon.

Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre nahm die Gruppe fünf Alben für Heartbeat auf. Gladiators erlebten Besetzungswechsel 1969 und 1973. Webber wurde 1969 durch Clinton Fearon ersetzt, Grandison 1973 durch Dallimore Sutherland. Mitte der 80er tourten Gladiators mit Yabby You und den Ethiopians.

Wegen gesundheitlicher Probleme musste Albert sich von Gladiators zurückziehen, und sein Sohn Al Griffiths trat an seine Stelle. Al hatte bereits gelegentlich mitgewirkt, während der Vater noch aktiv war — fast als ob seine Tage als Leiter einer der wichtigsten Bands der Reggae-Geschichte zu Ende gingen. Glücklicherweise war Al Griffiths' Einstieg als Sänger eine angenehme Überraschung: Neben der körperlichen Ähnlichkeit klingt seine Stimme erstaunlich wie die seines Vaters und verleiht den Auftritten noch mehr Magie.

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