Geboren am 19. Februar 1951 in Kingston als Horace Hinds, ist er vor allem als Horace Andy bekannt. Für seine markante, unverwechselbare Stimme ist er berühmt; Hits wie „Government Land“, „Angel“ und die Zusammenarbeit mit Massive Attack bei „Five Man Army“ machten ihn international bekannt. Andy nahm 1967 seine erste Single unter der Produktion von Phil Pratt auf. Nach einem zaghaften Beginn erregte er Anfang der 70er Jahre Aufmerksamkeit, und Clement „Coxsone“ Dodd (Studio One) schlug ihm den Künstlernamen Horace Andy vor — unter anderem, um von Bob Andys Bekanntheit zu profitieren und Vergleiche mit seinem Cousin Justin Hinds zu vermeiden.\r\r\nIn den zwei folgenden Jahren erschienen Singles wie „See a Man’s Face“, „Night Owl“, „Fever“ und „Mr. Bassie“. Sein Klassiker „Skylarking“ erschien zunächst auf Dodds Compilation „Jamaica Today“ und wurde später ein jamaikanischer Hit. Andy arbeitete mit Dodd und weiteren Produzenten zusammen und brachte Songs wie „Something on My Mind“, „Love of a Woman“ und „Every Tongue Shall Tell“ hervor; er arbeitete auch mit Derrick Harriott, Ernest & Joseph Hoo Kim und Gussie Clarke.\r\r\n1977 zog Andy nach Hartford, Connecticut, und nahm mit Everton DaSilva das Album „In The Light“ auf; er gründete das Label Rhythm. Nach DaSilvas tragischem Tod 1979 setzte Andy seine Karriere fort. Das Album „Pure Ranking“ (1978) kündigte den Aufstieg des Dancehall an, und „Dance Hall Style“ (1982) bestätigte seine Bedeutung für die Entwicklung des Genres. 1985 ließ er sich in Ladbroke Grove, London, nieder, blieb aber regelmäßig in Jamaika aktiv.\r\r\n
MAINSTREAM‑ERFOLG MIT MASSIVE ATTACK
\r\r\nAb 1990 arbeitete er erfolgreich mit Massive Attack zusammen und wirkte an mehreren Alben mit, darunter das einflussreiche „Mezzanine“ und später „Heligoland“ (2010). Mitte der 90er arbeitete er mit Mad Professor und veröffentlichte „Life Is For Living“ und „Roots and Branches.“
