UB40 formierte sich 1978 in einer britischen Arbeitslosen-Schlangestehe und entlehnte den Namen einem Arbeitslosenformular. Die multirassische Besetzung spiegelte das Milieu wider, aus dem die Mitglieder kamen. Die Band festigte ihre Glaubwürdigkeit mit politischen Themen, die unzufriedene, rebellische Jugend anzog, die am Ska-Revival interessiert war.
Die Brüder Robin (Leadgitarre) und Ali Campbell (Gitarre und Leadvocals) bilden den harten Kern der Gruppe, zu der auch Earl Falconer (Bass), Michael Virtue (Keyboards), Brian Travers (Saxophon), Jim Brown (Schlagzeug), Norman Hassan (Percussion) und Terence „Astro“ Wilson als Toaster gehörten.
Die Band kaufte ihre ersten Instrumente mit Geld, das Ali Campbell als Entschädigung für eine Schlägerei in einer Bar erhalten hatte. Ende des Jahres wurde die Gruppe eingeladen, mit den Pretenders auf Tournee zu gehen und gab ihre ersten Vorprogramm-Auftritte. Die Single „Food For Thought“ erreichte 1980 die UK-Charts und begann eine lange Phase der Chartpräsenz. Die ersten beiden Alben „Signing Off“ (1980) und „Present Arms“ (1981) verkauften sich stark im Heimatland. UB40s Texte behandeln politische Themen mit großer Wirkung. In „One In Ten“ greifen sie beispielsweise Margaret Thatchers Beschäftigungspolitik an.
1983 veröffentlichten sie „Labour Of Love“, ein Reggae-Coveralbum, das in Großbritannien Platz eins erreichte und in die US-Charts einstieg, aus dem der Neil-Diamond-Erfolg „Red Wine“ stammt, der zu einem der Markenzeichen der Band wurde. Bis dahin wurden ihre Alben in Großbritannien hervorragend aufgenommen. In den USA war die Resonanz jedoch nur mäßig; ihr einziger echter Hit war die Version von Sonny and Chers „I Got You Babe“ mit Chrissie Hynde von den Pretenders.
1988 spielte die Gruppe „Red Wine“ bei einem Nelson-Mandela-Tributkonzert, wodurch der Song zurück ins Radio kam, besonders in Nordamerika, erneut in die Charts einstieg und bald Platz eins erreichte. Sie hatten endlich den lukrativen nordamerikanischen Markt erobert. UB40 veröffentlichte dann ein weiteres Coveralbum, „Labour Of Love II“, mit mehreren erfolgreichen Titeln im amerikanischen Top Ten, wie „The Way You Do The Things You Do“ von den Temptations und „Here I Am“ von Al Green. Zu dieser Zeit hatte UB40 seine linke Position aufgegeben und konzentrierte sich stärker auf die Verfeinerung ihrer Reggae-Klassiker-Cover.
Mit „Promisses And Lies“ 1993 erreichten sie Platz eins in Großbritannien und Platz sechs in den USA. In diesem Jahr gelang der Gruppe ein weiterer großer amerikanischer Erfolg mit Elvis Presleys „I Can't Help Falling In Love“, im Soundtrack des Films „Silver“ (mit Sharon Stone), der sieben Wochen auf Platz eins stand.
Es folgte 1997 „Guns In The Ghetto“ mit „Tell Me It's True“, ebenfalls vom Soundtrack von „Speed II“. Die Gruppe bekräftigte ihr Engagement für Reggae mit „UB40 Present The Dancehall Album“ 1998 in Zusammenarbeit mit bekannten jamaikanischen Künstlern. Ein Jahr später kam „Labour Of Love III“, 2001 gefolgt von „Cover Up“, dem Jahr, in dem die Band unser Land bereiste, um 21 Karrierejahre zu feiern. Neben den üblichen Reggae-Tönen von UB40 investierte die Band auf „Cover Up“ auch in Balladen und Pop Rock.

