Winston "Yellowman" Foster ist ein Sieger, der die Widrigkeiten seines Lebens mit Biss und Ausdauer überwunden hat. Darüber hinaus hat er eine der umfangreichsten Diskografien des Reggae aufgebaut und fast zwei Alben pro Jahr veröffentlicht. Kommentieren wir einige der wichtigsten Alben des Gelben Mannes.
Auf seinen Platten erfüllte Yellowman strikt das Ziel, Menschen zu unterhalten und dabei qualitativ hochwertige Musik zu machen. Seine Songs handelten von Liebe, Sex und Frauen, mit Texten, die mal scharf mal gut gelaunt waren, und dienten zugleich dazu, seine Performance als Mann und DJ zu verherrlichen. Aber hier und da ließ er Raum für heftige soziale Kommentare.
Der Beginn seiner Karriere war verheerend. In kurzer Zeit veröffentlichte Yellowman eine Flut von Hits und eroberte Jamaika, das seit dem Tod von Bob Marley nach Idolen hungerte. In dieser Phase brachte er großartige Alben wie 'One in a Million' oder 'Bad Boy Skanking' (Gesang geteilt mit Fat Head) heraus, mit einem Sound, der noch sehr nah am Roots lag, und festigte seinen Ruf als bester DJ der Insel.
Die Geheimnisse seines überwältigenden Erfolgs werden auf 'Live at Reggae Sunsplash' enthüllt, einer Aufnahme des historischen Festival-Auftritts von 82. Bis Mitte der 80er würde er noch viel Gutes veröffentlichen, wie "Zungguzungguguzungguzeng" und 'Two Giants Clash', wo er musikalisch mit DJ Josey Wales über die Rhythmen der exzellenten Roots Radics Band duelliert.
Mit Jamaika zu seinen Füßen war der natürliche Weg für Yellow, sein Glück in Amerika zu versuchen. Und wie üblich zerlegte er schon beim Debüt bei einem großen amerikanischen Label alles und machte 'King Yellowman' (EMI) zu einem echten Klassiker. Dieses Album, das einzige in Brasilien veröffentlichte, bietet unvergessliche Auftritte von Afrika Bambaata und Bill Laswell sowie die stets scharfe Sagittarius. Yellowman brachte Jamaika — und Reggae — wieder auf die musikalische Landkarte und ebnete den Weg für die Dancehall-Explosion.
Seine Produktion in dieser Phase folgt dem charakteristischen Qualitätsmuster. Große Alben wie 'Mr Yellowman', 'Galong Galong Galong' und 'Yellow like Cheese', die letzten beiden mit dem Duo Sly & Robbie, hielten das Tempo. Die Compilation '20 Super Hits' fasst die Erfolge dieser Periode zusammen.
Gesundheitsprobleme erzwangen eine Pause, aber Yellowman kam zurück und nahm seine Produktion wieder auf. Auf 'Blueberry Hill' nahm er den alten Fats-Domino-Hit neu auf, eines seiner besten Alben. Danach kam das ungewöhnliche 'Yellowman sings the Blues', das seine Vielseitigkeit bewies. Das Repertoire besteht aus Covers der 50er und die Band ist die stets kompetente Sagittarius. Während die Kritik die Nase über seine Texte rümpfte und die Konkurrenz mit neuen Stars wuchs, erschien 'King of the Dancehall', vollständig digital, mit Rhythmen vom Duo Steele & Clevie.
Auf 'Party' wird er erneut von einer Band begleitet, den Roots Radics, und liefert eine Show voller Vibration und Energie. Um diese Zeit war Yellowman in Brasilien mitten auf einer seiner unzähligen Tourneen. 'Reggae on the Move' von 93 folgt seinem alten Rezept. 'Prayer', ein exzellentes Album von 94, gilt als eines seiner besten Werke und brachte selbst die hartnäckigsten Kritiker dazu, den Albino zu loben. Auch wenn seine Popularität in Jamaika nicht mehr die der 80er ist, bleibt Yellowman fest in der Galerie der heiligen Monster des Reggae.
Wo die Band am meisten gespielt hat
Abdeckung aus dem Surforeggae-Archiv
- 01JUNI 831
Montego Bay · JM

