Diskussion in Jamaika unter großen Vertretern der jamaikanischen Kultur und Musik! Auf Surforeggae nachlesen!

In Jamaika gab es schon immer eine enorme Diskussion darüber, welche Periode musikalisch am kreativsten war. Kürzlich kam diese Kontroverse erneut durch eine Erklärung des Dichters und Sängers Mutabaruka auf. Mutabaruka, recht berühmt für seine Gedichte, die meist im Dub-Poet-Stil vertont sind, gab letzte Woche in einer Rede an der University of the West Indies eine Erklärung ab, die die "alte Garde" der jamaikanischen Musik stark verärgerte.
"Dancehall ist kreativer als Rocksteady. Die in jener Zeit gesungenen Lieder waren meist nicht originell, sie waren meist rhythm and blues, ausländische Musik", sagte Muta. Das reichte aus, um einen Meinungsstreit auszulösen und eine große Diskussion über das Thema zu erzeugen.
Große Vertreter der Rocksteady-Ära, wie Alton Ellis und Bob Andy, gaben öffentlich Stellungnahmen zum Thema ab und widersprachen der Meinung von Mutabaruka völlig. Das Hauptargument der Rocksteady-Befürworter (einer der Rhythmen, der das Reggae "hervorbrachte") ist, dass am Anfang Covers bekannter Rhythm-&-Blues-Lieder gemacht wurden, jedoch im Rocksteady-Rhythmus interpretiert, der ursprünglich jamaikanisch ist.
Ein weiterer Punkt, den Bunny Diamonds von der äußerst erfolgreichen Gruppe The Mighty Diamonds beobachtete, ist, dass heute ein großer Teil der im Dancehall-Stil gemachten Lieder Covers oder Neuinterpretationen alter Rocksteady-Lieder sind. Die Kontroverse scheint zweifellos kein Ende zu haben, und die Argumente werden hin und her widerlegt. Die gute Seite dieser Geschichte ist, dass Jamaika nicht in der Zeit stehen geblieben ist und seine Musik im Laufe der Jahre sich weiterentwickelt und diversifiziert hat. Dann stellt sich die Frage: "Was sollte überhaupt der nächste von Jamaikanern erfundene Rhythmus nach Dancehall sein?"
Kategorie
#Reggae